Bei einer Risikoschwangerschaft treten anamnestische Risikofaktoren in der Krankengeschichte der werdenden Mutter auf, die die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen während der Schwangerschaft deutlich erhöhen.
Mögliche Risikokonstellationen sind unter anderem Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie sowie Schwangerschaften mit Diabetes oder Bluthochdruck (als Grunderkrankungen), Nieren-, Leber-, Herz-, Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen, Gerinnungsstörungen, Hepatitis, HIV und anderen Infektionskrankheiten, Adipositas usw.
Auch ein höheres Alter der werdenden Mutter, wiederholte Fehlgeburten, Mehrlingsschwangerschaften und Komplikationen bei einer vorangegangenen Geburt können das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft erhöhen.
Für die Schwangere bedeutet eine Risikoschwangerschaft vor allem, dass eine engmaschige, medizinische Betreuung bis zur Geburt erforderlich ist.
Die Feststellung einer Risikoschwangerschaft bedeutet jedoch keinesfalls, dass es während der Schwangerschaft mit Sicherheit zu Komplikationen kommt.
Durch die genaue Kenntnis potenzieller Risikofaktoren und mithilfe vorausschauender, sorgfältiger Planung und einer genauen Medikamenteneinstellung können auch Frauen, die an einer bestimmten Grunderkrankung leiden ein gesundes Baby zur Welt bringen.
Wer darüber hinaus noch wichtige Ratschläge konsequent beherzigt, kann trotz erhöhtem Risiko eine schöne und unbeschwerte Schwangerschaft erleben.